GEDICHTE

Dein Echo

 

Der schmale Abschluss des Daches deines Hauses

ist mehr, als ich zu erklären vermag.

Der Ort bringt verblassende Erinnerungen zurück,

während leichter Wind mein Gesicht umspült.

 

Die Stadt liegt unter einer grauen Dunstglocke,

mich umhüllend dein letzter Atemzug,

den du voller Erleichterung ausgestoßen,

so dein Brustkorb sich nie mehr hebt noch senkt.

 

Durch den Nebel erscheinen schwach deine Augen,

grün leuchtend, stets offen und neugierig.

Erzählen strahlend von Lebensfreude und Schmerz.

Ein Blick tief in mein Innerstes gebrannt.

 

Ein dumpfer Ton untermalt die Stille der Stadt.

Der Deckel deines Sarges ist geschlossen.

Ächzend versinkt tumbes Holz in reiner Erde.

Georg Danzer singt von weißen Pferden.

 

Im Halt meiner Arme bist du eingeschlafen,

dein Körper lag noch lange warm darin.

Verströmte einen leichten Duft nach Zitrone.

Das Bett war am Morgen frisch bezogen.

 

Der Dachfirst ist schmal – hier saßen wir gemeinsam,

im Sommer mit einer Flasche Bordeaux.

Genossen zusammen vielsagendes Schweigen,

verschmolzen mit der Stadt und einander.

 

Nun sitze ich hier allein und hänge dir nach.

Voll Gedanken, Gefühlen und Bildern

und der Sehnsucht nach beständiger Zweisamkeit.

Ganz ohne dich und kurz vor Mitternacht.

 

Von Ferne schlägt eine Kirchturmuhr zwölf Mal.

Ihr Klang wird weit durch dir Luft getragen.

Wie dein Wesen, deine Stimme und dein Verstand

als Echo tief in mir widerhallen.

 

 

 

 

 

60, 70, 80 – oder die Eskapaden des Banalen

 

Wenn die Sonne erwacht in den Bergen

Steck dir deine Sorgen an den Hut

Es wird ein Bettler zum König

Der Himmel brennt

 

Zwei kleine Italiener

Hinter den Kulissen von Paris

Habe Himbeereis zum Frühstück

Und Zucker im Kaffee

 

Aber am Abend, da spielt der Zigeuner

Was geht da vor hinter Billy's Scheunentor

Wenn d'Sehnsucht brennt

Warum soll eine Frau kein Verhältnis haben?

 

Oh, wann kommst du? – Fremder Mann

Ich träume mit offenen Augen von dir

Küsse unterm Regenbogen

Sehnsucht ist unheilbar

 

Diese Welt ist ein Jahrmarkt

Das Schiff der großen Illusionen

Und ein Engel fliegt in die Nacht

Und der Teufel schaut mir über die Schulter

 

Stimmen im Wind

Lieder der Nacht

Hab' Sonne im Herzen

Und es war Sommer

 

120 Schweine nach Beirut

Siebentausend Rinder

In Petersburg ist Pferdemarkt

Da kommt der Eiermann

 

Immer wieder sonntags

Nach dem dritten Schoppen

Ich zieh mich an und langsam aus

Weil du ein zärtlicher Mann bist

 

Max, Du hast das Schieben raus

Wunder gibt es immer wieder

Dann kamst du

Aber bitte mit Sahne

Ob es so oder so oder anders kommt

 

Meine kleine Welt

Ist Ein kleines Glück

Er gehört zu mir

Man muss das Leben eben nehmen, wie das Leben eben ist

 

Da sprach der alte Häuptling

Du bist so hässlich

Jede Blume blüht nur einmal auf

Er setzt mich von der Steuer ab

 

Bin Reif für die Insel

Ich fange nie mehr was an einem Sonntag an

Beiß nicht gleich in jeden Apfel

So schön kann doch kein Mann sein

 

Arrividerci Hans

Kauf dir einen bunten Luftballon

Flieger, grüß mir die Sonne

Wärst du doch in Düsseldorf geblieben

 

Einsamkeit hat viele Namen

Jenseits von Eden

Starke Frauen weinen heimlich

1000 und eine Nacht

Eiszeit

 

Da kommt José, der Straßenmusikant

Porompompom

Lässt erklingen Mandolinen um Mitternacht

In Manuels Taverne

 

Er spricht zu mir:

 

Amore mio

Ich möcht' der Knopf an deiner Bluse sein,

Eine Locke von deinem Haar

Mädchen Namenlos

 

Ich sag :

 

Amigo Charly Brown

Hey Kleiner, mit dir spielt wohl keiner

Wenn du denkst, du denkst, dann denkst du nur, du denkst

I bin a bayrisches Cowgirl

Und Ich will 'nen Cowboy als Mann

Dann Goodbye Mama

 

Und er:

 

Mamy Blue - Schönes Mädchen aus Arcadia

Wir zwei fahren irgendwo hin

Einmal um die ganze Welt

Lass die Sonne in Dein Herz

Und steig in den Sattel der Liebe

 

Armer Poet – denk ich Atemlos in der kleinen Kneipe

aber Er ist ein ganzer Kerl – kein Schmidtchen Schleicher

Du gehst mir unter die Haut

Eins und eins, das macht zwei

 

Und ich sag lächelnd:

 

Hello Again - Du entschuldige – i kenn' di

Sind sie der Graf von Luxemburg

Wahnsinn

My Boy Lollypop - Ich hab’ die Liebe gesehn

Alles, was ich brauche, bist Du

 

Er steht im Tor und Nackt im Wind:

Es wird Nacht Señorita

Ich liebe das Leben und Ich stehe täglich meinen Mann

Ich werde geh'n heute nacht

Resi, I hol di mit mei'm Traktor ab

Komm auf das Schiff meiner Träume